Flucht aus dem Peso

Argentiniens Währung ist so stark unter Druck geraten wie zuletzt vor der Staatspleite

  • Von Jürgen Vogt, Buenos Aires
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Furcht vor einer weiteren Billiggeld-Drosselung der US-Notenbank Fed lässt Anleger derzeit viel Geld aus Schwellenländern abziehen. Die argentinische Währung ist am stärksten gebeutelt.

Argentinien lockert seine Devisenkontrollen. Seit Montag dürfen die Bürger des südamerikanischen Landes wieder Pesos zum offiziellen Umtauschkurs in Dollars eintauchen. Ganz abgeschafft werden die Devisenkontrollen allerdings nicht. Nur mit Genehmigung der Steuerbehörde, die das monatliche Einkommen mit den Ausgaben eines Umtauschwilligen gegenrechnet, darf eine vorgegebene Summe Pesos in Dollars eingetauscht, muss als Spareinlage auf einer Bank angelegt werden und wird zudem mit einem Steueraufschlag von 20 Prozent belegt. Die Summe beträgt maximal 2000 Dollar im Monat.

Buenos Aires reagiert damit auf den anhaltenden Wertverlust der argentinischen Währung. In den letzten Jahren hatte die Regierung versucht, den Peso in moderaten Schritten abzuwerten. Musste für einen Dollar im Januar 2012 noch 4,30 Peso hingeblättert werden, waren es im Dezember 2013 schon 6,45 Peso. Seit Jahresbeginn ging es bereits um weitere knapp 20 Proze...


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