Runter von der Pappel

Senat lässt besetztes Baumhaus räumen, dass der Verlängerung der A 100 nach Treptow im Weg stand

  • Von Alexander Isele
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der Besitzer des Grundstücks in Neukölln fühlt sich von Senat getäuscht, übergibt es aber dennoch an die Stadt. Übriggebliebene A 100-Protestierer werden von der Polizei abgeräumt.

Das Grundstück ist geräumt, die Bäume sind gefällt: Um 11.58 Uhr, zwei Minuten vor der angekündigten Zwangsvollstreckung, betraten Vertreter Berlins mit Polizisten das Grundstück Neuköllner Allee 33. Michael Losch, leitender Senatsrat, und Lutz Adam von der Senatsbauverwaltung forderten alle Personen auf, dieses zu verlassen. Rund 50 Demonstranten am Boden und fünf weitere in den Pappeln zehn Meter darüber protestierten friedlich gegen die Enteignung für die Verlängerung der umstrittenen Autobahn A 100.

Unter den Anwesenden ist auch Jose da Silva, der Besitzer des mit einer Lagerhalle bebauten Grundstücks. Gegenüber den Vertretern der Verwaltung erklärt er, er fühle sich vom Senat getäuscht. Bei der Versteigerung des Grundstückes 2011 befand ein Gutachten, dass die Halle nicht wegen des Autobahnbaus abgerissen werden müsse. Sonst hätte er das Grundstück nicht erworben, sagt da Silva. Zudem wirft er der Senatsverwaltung vor, da...


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