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Leipziger solidarisch mit Asylbewerbern

Hunderte demonstrieren gegen rechten Aufmarsch

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Leipzig. Mehrere Hundert Menschen haben am Montagabend in Leipzig Solidarität mit Asylbewerbern gezeigt. Nach Angaben der Veranstalter kamen rund 800 Menschen zu einer Kundgebung. Vor dem Hintergrund einer angemeldeten Demonstration von mutmaßlichen Rechtsextremen am Asylbewerberheim in Leipzig-Schönefeld hatte das Bündnis »Leipzig nimmt Platz« zu einer Gegenaktion aufgerufen.

Unter dem Motto »Refugees Welcome« sei die »Zahl derer, die gegen Rassismus protestierten, überwältigend gewesen«, erklärte LINKEN-Stadträtin Juliane Nagel am Dienstag in Leipzig. Sie sprach von einem »klaren Zeichen für einen solidarischen Umgang mit Flüchtlingen«. Zugleich warb Nagel für »ein grundsätzliches und alltägliches Klima der Offenheit und Solidarität«.

Aus dem rechtsextremistischen Lager wurden am Montagabend nach Polizeiangaben 80 Teilnehmer gezählt. Das neu gegründete Bündnis »Leipzig steht auf« hatte einen Protest an der Notunterkunft für Asylbewerber angemeldet. Verschiedene Indizien legten nahe, dass bei der Initiative die NPD mitmischt. Das habe auch die Präsenz von NPD-bekannten Akteuren am Montagabend bestätigt, erklärte Nagel. Auch auf der Homepage des Bündnisses werde »rassistische Stimmungsmache« betrieben. Neben dem Protest gegen Asylbewerber engagiere sich das Bündnis auch gegen den geplanten Moscheebau in Leipzig-Gohlis. »Die Nähe dieses Zusammenschlusses zur NPD ist unverkennbar«, sagte Nagel.

Bundesweit machten Nazis und Bürgerinitiativen derzeit gegen Asylsuchende mobil. Die Kundgebung von »Leipzig steht auf« war bereits die fünfte Aktion gegen die Notunterkunft für Asylsuchende in der ehemaligen Fechner-Schule seit Mitte November. epd/nd

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