Provokativ?

Theatertreffen Berlin

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die zehn Nominierten des 51. Theatertreffens Berlin, vom 2. bis 18. Mai, stehen fest. Die Journalisten-Jury entschied erwartungsgemäß motorisch nach Maßgaben, wie sie in jedem beobachtenden Gemüt wurzeln: einem Willensgemisch aus Problembewusstsein und Vorliebe. Punkt. Ein einziges Grundregel-Wort erklärt die lebendige Verschwommenheit des Ganzen: Was eingeladen wird, muss »bemerkenswert« sein. Bemerkenswert neu, bemerkenswert anders, bemerkenswert opulent oder bemerkenswert bescheiden, bemerkenswert spielerisch. Wieder Punkt. Ein bisschen Kultpflege, ein bisschen Nachwuchs, ein bisschen Mainstream, ein bisschen Gegenstrom. Und ein bisschen kulturpolitischer Ehrgeiz - der immer am verstiegensten wirkt.

Diesmal extrem verstiegen: dreimal Münchner Kammerspiele (mit Susanne Kennedys Inszenierung des Marie-Luise-Fleißer-Stücks »Fegefeuer in Ingolstadt«, Alain Platels Schizophrenie-Taumel »Tauberbach« und dem Antikriegs-Projekt »Si...


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