Hendrik Lasch, Dresden 14.02.2014 / Politik

Nazis melden sich aus Dresden ab

Gedenken in Dresden: 2000 Teilnehmer bei »Mahngang Täterspuren« / Protest gegen Neonazi-Demonstration am Brandenburger Tor

Dresden hat erstmals seit 17 Jahren wieder ungestört von Nazis an den Jahrestag der Zerstörung von 1945 erinnern können. Allerdings gab es am Vorabend eine spontane Demo.

Dresden. Am 13. Februar 1998 kam es in Dresden zu einem unerhörten Vorfall: Nazis nutzten den Tag, an dem die Stadt der Zerstörung kurz vor Kriegsende 1945 und der 25.000 Toten gedachte, für eine spontane Demonstration. Ein Jahr später wurde der Aufmarsch offiziell angemeldet, wenige Jahre später war er mit 7000 Teilnehmern das größte Ereignis der Naziszene in Europa. Es hat lange gedauert, bis die Braunen wieder aus der Stadt vertrieben werden konnten. Jetzt, 17 Jahre nach ihrem Auftauchen, haben sich die Nazis abgemeldet: Eine Kundgebung, die sie an der Frauenkirche abhalten wollten und die von der Stadt mit Rückhalt zweier Gerichten verlegt worden war, sagten sie kurzfristig ab.


Die Innenstadt gehörte am Abend statt dessen 11.000 Dresdnern, die friedlich gegen Rechts protestierten. Zum vierten Mal hatte die Stadt zu einer Menschenkette rund um die Innenstadt aufgerufen. Sie zog sich Punkt 18 Uhr vom Rathaus an Synagoge sowie...

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