Manfred Weißbecker 14.02.2014 / Kultur
Politisches Buch

Auf- statt Verklärung

Deutschland und der Erste Weltkrieg

Wissbegierige Leser mit Scheu vor jenen in großer Zahl erscheinenden und zumeist sehr umfangreichen Wälzern über den Ersten Weltkrieg dürfen sich freuen: Es gibt nun auch eine kleinere Publikation, leicht lesbar und zugleich außerordentlich lesenswert.

Kenntnisreich versteht es Gerd Fesser, auf knappen Raum komplizierte Vorgänge zu erhellen sowie das Handeln der Regierenden darzustellen. Seine sachlich korrekte Benennung der Fakten und überzeugende Argumentation helfen, das jüngst wieder aus der Versenkung hervorgeholte Bild vom »Hineinschlittern« in den Ersten Weltkrieg als falsch und bestimmten Zwecken dienlich zu erkennen. Klar grenzt er sich von der gegenwärtig in den Vordergrund geschobenen These des Historikers Christopher Clark ab, wie »Schlafwandler« seien die Führungen aller Mächte gleichermaßen am Ausbruch des Krieges schuld gewesen. Er charakterisiert demgegenüber die besondere Verantwortung der deutsche...

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