Elmar Faber 17.02.2014 / Kultur

Pamphlete gegen Denkfaulheit

Zum Tode von Werner Mittenzwei, der einer der klügsten Köpfe unter den deutschen Literaturwissenschaftlern war

Auf dem Buchmarkt der Bundesrepublik Deutschland war in der Nachwendezeit ein eigentümliches Phänomen zu beobachten. Sobald es um die Darstellung der Nachkriegsgeschichte, um die Beschreibung deutsch-deutscher Zustände ging, sank das Niveau der beherrschenden Bücher häufig unter das Niveau der beherrschten Buchkäufer. Das Unglück war abzusehen. Der Delegitimierungswahn gegenüber der DDR-Geschichte, das Staatsziel der neuen Bundesrepublik, hinterließ seine Spuren. Dass freilich die Apologie in der zeitgeschichtlichen Forschung einmal so groß werden könnte, dass sie im Wesentlichen nur das illustrierte, was die Medien kolportierten oder was sich in den Sprachhülsen der offiziellen Politik sammelte, das war nicht vorauszusehen.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: