Havanna reagiert reserviert auf EU-Offerte

Kuba treibt seit Jahren bilaterale Beziehungen zu gutwilligen Ländern voran und bleibt gegenüber Brüssel kühl

  • Von Harald Neuber, Havanna
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Gesprächsofferte aus Brüssel ist in Havanna angekommen. Nun wird sie sorgfältig geprüft. Schon jetzt unterhält Kuba mit 15 EU-Staaten Kontakte. Ein Abkommen mit der EU müsste Vorteile bringen.

Die kubanische Regierung hat freundlich, aber verhalten auf das Angebot der Europäischen Union reagiert, über ein zweiseitiges Kooperationsabkommen zu verhandeln. Vor Wochenfrist hatten die Außenminister der EU-Staaten grünes Licht für Gespräche mit der Regierung in Havanna gegeben. Entsprechende Planungen laufen bereits seit 2008. Mit den nun anvisierten Gesprächen versucht die EU-Führung, einen Kompromiss zwischen wenigen antikubanischen Kräften und der Mehrheit der Staaten zu finden, die eine Annäherung an Havanna anstreben oder zumindest billigen.

»Kuba wird die Einladung der europäischen Seite respektvoll, konstruktiv und gemäß seiner Souveränität und seinen nationalen Interessen prüfen«, heißt es in einer Erklärung, die von Vizeaußenminister Rogelio Sierra unterzeichnet wurde. Die bisherigen Gespräche seien »auf Basis des Prinzips der Nichteinmischung« geführt worden, erinnert er in dem kurzen Text. Man werde den Dialog ...


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