Mehr Armut, aber auch mehr Reichtum in Italien

Im Belpaese verschärfen sich die sozialen Unterschiede durch die Krise immer weiter

  • Von Anna Maldini, Rom
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Viele Familien im krisengebeutelten Italien müssen von immer weniger Geld leben. Gleichzeitig werden Einzelne immer reicher.

Die italienischen Familien werden immer ärmer. Das geht aus einem Bericht der Italienischen Notenbank hervor, die kürzlich ihre Analyse für den Zeitraum 2010 bis 2012 veröffentlicht hat. Und während die Armut wächst, nimmt gleichzeitig auch die Konzentration des Reichtums in den Händen weniger Familien zu.

Im genannten Zweijahreszeitraum ist das Einkommen der italienischen Familien um 7,3 Prozent gesunken; auch der durchschnittliche Reichtum, über den die Familien verfügen, ist um 6,9 Prozent zurückgegangen, was darauf zurückzuführen ist, dass immer mehr auf ihre Ersparnisse zurückgreifen müssen, um einen akzeptablen Lebensstandard beibehalten zu können.

Im gleichen Zeitraum ist der Prozentsatz der als arm definierten Familien von 14 auf 16 Prozent gestiegen. Als »arm« bezeichnet die Italienische Notenbank eine Einzelperson, die ein Jahreseinkommen von unter 7700 Euro hat (für eine dreiköpfige Familien steigt dieses Limi...


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