Braunes Erbe aus dem Hause Wutz

Ein großes Vermögen, das die Hanns-Seidel-Stiftung bekam, wartet auf neue Verwendung

  • Von Rudolf Stumberger, München
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Was tun mit 1,4 Millionen Euro, wenn diese von Altnazis stammen? Die CSU-nahe Hanns-Seidel-Stiftung hatte davon jahrelang einen Volksmusikpreis finanziert - bis die Herkunft bekannt wurde. Und nun?

Sie könnte so schön sein, die weißblaue Welt zwischen Aschaffenburg und Wildbad Kreuth. Dort, in Wildbad Kreuth, ist zum Beispiel »Ihre Königliche Hoheit Helene Herzogin in Bayern« als dritte von fünf Töchtern Anfang der 1970er Jahre aufgewachsen, ihr Vater war Max in Bayern. Heute ist Helene Herzogin in Bayern Beisitzerin des »Bairisch-Alpenländischen Volksmusikvereins e.V.« Neben dem Erhalt der Volksmusik hat der 2007 gegründete Verein das Brauchtum als Anliegen - und das macht sich wohl auch in der Anrede »Ihre Königliche Hoheit« für die aus dem Hause Wittelsbacher stammende Frau bemerkbar.

Das ehemalige Kurbad jedenfalls gehört dem Adelsgeschlecht. Dort ist der Tann so schwarz und der Himmel so blau und man pflegte die Volksmusik und alles könnte so schön sein, wären da nicht die braunen Flecken aus der Nazizeit. Deshalb liegen jetzt 1,4 Millionen Euro auf einem Sperrkonto und warten auf einen Verwendungszweck.

Wildb...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.