Manschettenknöpfe mit Kamera

In Hamburgs »Spyshop« kaufen Hobbydetektive, TV-Sender und Geheimdienste Ausspähtechnik ein - ganz legal

  • Von Volker Stahl, Hamburg
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Ob versteckte Kameras, Peilsender oder kleinste Hochleistungsmikros - bei Mahmod Abu Shanab kann man alles bekommen. Auch Geheimdienstler sind seine Kunden, Probleme hat Shanab damit nicht.

Eine junge Frau verlässt schnellen Schrittes den Laden. »Sie arbeitet in der Immobilienbranche und will ihren Wagen checken lassen«, sagt der Firmeninhaber Mahmod Abu Shanab: »Kein Problem für uns, das machen wir professionell.« Die Mitarbeiter seines »Spyshops« werden bei der Überprüfung nach Gegenständen suchen, die auf einen Lauschangriff schließen lassen. In der lukrativen Immobilienbranche sei es nämlich alltäglich, so Shanab, dass Makler Konkurrenten ausspähten, um zu erfahren, welche Objekte sie sich anschauten. »So kann man sich einen ganz großen Wettbewerbsvorteil verschaffen.«

Früher gab es das nur in Hollywood, heute sind solche Methoden auch in Hamburg Realität. Und was ist, wenn ein Peilsender im Auto der Dame gefunden wird? Dann müsse man »falsche Infos streuen«, sagt der Experte für Überwachen und Tarnen.

Im Schaufenster wirbt der »Spy- shop« in Hamburg-Hoheluft mit »Abhörtechnik« und »Aufsperrwerkzeugen«....


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