Politischer Verteilungsspielraum

Dierk Hirschel über tarifpolitische Forderungen im Öffentlichen Dienst in Zeiten leerer Staatskassen

  • Von Dierk Hirschel
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Letzte Woche startete die wichtigste Tarifrunde des Jahres. Ver.di, GEW, GdP und Beamtenbund verkündeten ihre Forderungen für den öffentlichen Dienst. Die Reallöhne der über zwei Millionen Beschäftigten sollen kräftig steigen. Bsirske und Kollegen streiten für 100 Euro Grunderhöhung plus 3,5 Prozent. Zudem sollen alle Auszubildenden übernommen und 30 Tage Urlaub für alle durchgesetzt werden. Alles in allem wollen die Gewerkschaften von Bund und Kommunen rund sieben Prozent oder 7,5 Milliarden Euro.

Auch wenn konservative Kommentatoren über eine maßlose Kluncker-Runde wettern, ist die Tarifforderung wirtschaftlich vernünftig. Die Wirtschaft soll dieses Jahr kräftiger wachsen als 2013. Es gibt also einiges zu verteilen. Wie viel, ermitteln die Gewerkschaften traditionell mit Hilfe des verteilungsneutralen Spielraums. Dieser berechnet sich aus Produktivitäts- plus Preisanstieg. In den vergangenen Jahren verbesserte sich die wirts...


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