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Keine Alternative

Olaf Standke über die bisher erfolglose Genfer Syrien-Konferenz

Kaum 30 Minuten dauerte am Wochenende das letzte Treffen zwischen den Delegierten von Opposition und Regierung. Der zweite Anlauf der Syrien-Verhandlungen in Genf endete schließlich sang- und klanglos in einer politischen Sackgasse; Hauptstreitpunkt bleibt die von der Opposition geforderte Übergangsregierung in Damaskus. Dabei hatte die Friedenskonferenz im Januar noch mit einem Großaufgebot von Außenministern so fulminant begonnen. Am Sonnabend konnte UNO-Sondervermittler Lakhdar Brahimi nicht einmal große Hoffnung für eine weitere Gesprächsrunde machen.

Und doch gibt es keinen anderen vernünftigen Weg zur Beendigung des blutigen Konflikts, in dem bisher über 130 000 Menschen gestorben und Millionen Syrer vor der Gewalt ins Ausland geflohen sind. Die jetzt verkündete Absicht der Regierung Saudi-Arabiens, die Opposition mit schweren Waffen auszurüsten, ist jedenfalls keine Alternative. Wobei sich nicht nur - wie Brahimi zurecht fordert - Opposition und Regierung klar werden sollten, ob sie überhaupt eine Fortsetzung der Gespräche wollen. Mehr denn je müssen sich die Schutzmächte USA und Russland einigen, damit eine dritte Runde zum offenen, konstruktiven Dialog und zu einem tragfähigen Kompromiss findet.

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