Von alter bayerischer Tradition

Von Andreas Scheuer über Karl-Theodor zu Guttenberg und Ludwig Thoma - im Freistaat wird beim Doktortitel ordentlich geschummelt

  • Von Rudolf Stumberger, München
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Nicht nur der jetzige CSU-Generalsekretär Scheuer, auch andere »Persönlichkeiten« aus dem Freistaat kamen bereits wegen ihrer Promotion in Bedrängnis.

Bayern ist ein Land mit vielfältigen, alten Traditionen. Dazu gehört das unerlaubte Tragen von Doktortiteln. So kann CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer mit dem Fall seines kleinen, nur in Bayern und Berlin gültigen Doktorats von der Prager Universität immerhin schon auf Vorläufer in den eigenen Reihen zurückblicken. Da ist etwa der Miesbacher Landrat Jakob Kreidl, der jetzt wegen seiner pompösen Geburtstagsfeier für 100 000 Euro, bezahlt zu großem Teil von der Kreissparkasse, im Rampenlicht steht. Der CSU-Politiker und Diplomingenieur aus dem Bereich der Nachrichtentechnik promovierte 2005 an der Bundeswehrhochschule in München an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät mit einer Arbeit über »Der Kosovo-Konflikt - Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven zur Stabilisierung einer Krisenregion«. Im Dezember 2013 erkannte die Bundeswehr-Universität ihm den Doktortitel wieder ab; er hatte abgeschrieben. Das galt auch für Karl-Theodor zu G...


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