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Worüber die Finanzgewaltigen lachen

Bei einem Geheimtreffen machen sich die Wall-Street-Bosse lustig über Demokraten, Schwule und Protestler

  • Von Sebastian Moll, New York
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Einem Reporter der »New York Times« ist es gelungen, in einen Zirkel der mächtigsten Bosse der Wall Street vorzudringen.

Die Finanzgewaltigen in den USA werden zunehmend dünnhäutig. Es hatte auch früher gelegentliche Unmutsäußerungen aus den Kreisen der Oberschicht gegeben, seit sie kritisiert werden, in der Finanzkrise die Weltwirtschaft und mit ihr Millionen von Menschen an den Rand des Ruins getrieben zu haben. Jetzt rutschte dem kalifornischen Venture-Kapitalisten Tom Perkins der Vergleich zwischen der finanzfeindlichen Stimmung im Land und der Reichspogromnacht 1938 heraus.

Es war ein seltener Blick hinter die Kulissen der Wall Street. Gemeinhin vermeidet man in der Finanzbranche solche Ausrutscher, kooperiert mit Behörden und Politik, gesteht die Mitverantwortung an der Krise ein und zeigt sich bisweilen sogar reuig. Dem »New York Times«-Reporter Kevin Roose, der seit Jahren über die Finanzbranche berichtet hatte, war jedoch klar, dass das nicht die volle Wahrheit sein konnte. Deshalb ergriff er sofort die Gelegenheit, undercover bei einem...


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