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Investments mit Haken und Ösen

Grüngeldanlagen - Teil 2: Geschlossene Fonds

  • Von Hermannus Pfeiffer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Nach der Pleite des Windenergieinvestors Prokon ist die Finanzbranche mit den »grünen« Geldanlagen ins Gerede gekommen. Das Geschäftsmodell von Prokon war offensichtlich zweifelhaft, es hat seine Genussscheine sehr aggressiv vertrieben. Außerdem war die Bilanzierung eigentümlich. Doch damit ist Prokon kein Einzelfall.

Genussscheinkapital ist Risikokapital, das sollten Sparer und Anleger nicht vergessen, auch wenn Sparkassen, Postbank oder kleine Genossenschaftsbanken es anpreisen. Fragwürdig waren die Vertriebsmethoden von Prokon. Dennoch unterscheidet sich das Verkaufsmodell nicht wesentlich von vielen anderen Finanzprodukten. Häufig werden unternehmerische Risiken als »sicher« verkauft, seien es Genussscheine, nachrangige Anleihen (diese ähneln Genussscheinen; in der Rangordnung der Gläubiger stehen sie ganz weit unten, bei Insolvenz droht Totalverlust), geschlossene Fonds oder andere vielschichtige Produkte.

Über 90 Prozent verzichteten

In den letzten Jahren hatten Gläubiger in ähnlichen Fällen auf hohe Millionenbeträge verzichtet, um eine Insolvenz abzuwenden. So sahen bei diversen Schiffsbeteiligungen oder dem Solarmodulhersteller Solarworld jeweils über 90 Prozent der Anleger von einer Kündigung ab. Bei Prokon soll es aller...


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