Grundkonflikt der Ukraine ungelöst

Nelia Vakhovska im nd-Interview: Immer noch funktioniert die politische Machtvertikale

Nelia Vakhovska (33) ist Projektkoordinatorin der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kiew. Sie arbeitet zudem als freischaffende Publizistin und Übersetzerin. Über die jüngsten Ereignisse in der ukrainischen Hauptstadt befragte sie nd-Redakteur Detlef D. Pries.

nd: Wen immer das ukrainische Parlament zum Regierungschef ernennt: Wird sich die Übergangsregierung überhaupt gegen die Protestbewegung auf dem Maidan durchsetzen können?
Vakhovska: Die Protestbewegung ist im Parlament nach wie vor unterrepräsentiert. Obwohl die blutigen Auseinandersetzungen zum Glück beendet sind, besteht der eigentliche Konflikt fort - der Konflikt zwischen den Bürgern und den sogenannten politischen Eliten. Es gibt keine politische Kraft, die die Masse der Protestierenden tatsächlich repräsentieren würde und deren Vertrauen besäße. Zwar erheben viele den Anspruch darauf, aber man kann im Moment wirklich nicht von einem starken Akteur sprechen.

Welchen Einfluss billigen Sie Figuren wie Vitali Klitschko und Julia Timoschenko zu?
Die Besonderheit der ukrainischen Proteste besteht darin, dass sie sich grundsätzlich von der Parteipolitik abgegrenzt haben. Parteipolitik liegt für viele Protestteilnehmer jens...

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