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Die schlechte Welt der Ökonomen

Warum Wirtschaftswissenschaftler Misanthropen sind

  • Von Thomas Trares
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Menschen handeln nur eigennützig, sagen viele Ökonomen. Der Wirtschaftsethiker Sebastian Thieme zeigt in seinem Buch auf, welche Folgen dieses Denken hat.

Dass christliche Werte wie Nächstenliebe und Barmherzigkeit in unserem Wirtschaftssystem allenfalls eine untergeordnete Rolle spielen, hat nicht erst Papst Franziskus mit seinem vielzitierten Satz »diese Wirtschaft tötet« deutlich gemacht. Auch der Volkswirt und Wirtschaftsethiker Sebastian Thieme hat sich die Frage gestellt, ob die Ökonomie im Kern eine misanthropische Wissenschaft ist. Niedergeschrieben hat er seine Gedanken in seinem Buch »Der Ökonom als Menschenfeind?«.

Misanthropische Grundmuster zeigen sich laut Thieme vor allem in einem negativen Menschenbild, das von Charaktereigenschaften wie Egoismus und Schmarotzertum geprägt ist. In ökonomischen Modellen ist der Mensch nämlich ein rational handelnder, ichbezogener Nutzenmaximierer, der aus dem Konsum von Gütern und Freizeit Nutzen zieht, dem jedoch Arbeit prinzipiell Leid zufügt. Kommt es zu Arbeitslosigkeit, ist diese freiwillig, da der Ar...


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