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Haste mal ’ne Mille?

Microsoft-Gründer Bill Gates ist wieder der reichste Mann der Welt

1645 Dollar-Milliardäre gibt es weltweit. Reichster Deutscher ist nach wie vor laut der sogenannten Forbes-Liste der Gründer von Aldi-Süd, Karl Albrecht.

Carlos Slim musste sich dieses Jahr geschlagen geben: Nach vier Jahren an der Spitze der reichsten Menschen der Welt wurde der Mexikaner 2013 dieses Platzes verwiesen, weil er im vergangenen Jahr Verluste in Höhe von einer Milliarde US-Dollar (724 Millionen Euro) eingefahren hatte. Andere konnten jedoch 2013 ihr Vermögen ausbauen - so wie Microsoft-Gründer Bill Gates. Der 58-Jährige legte um neun Milliarden US-Dollar zu und führt mit einem Vermögen von 76 Milliarden US-Dollar (55 Milliarden Euro) zum 15. Mal in 20 Jahren die Liste der Reichsten an.

Zum 28. Mal veröffentlichte das New Yorker Wirtschaftsmagazin »Forbes« am Montag seine Liste der reichsten Menschen der Welt. Dafür versucht das Magazin zu erfassen, wie viel die Unternehmensanteile, Immobilen, Kunstsammlungen und Aktien der Milliardäre wert sind und zieht davon deren geschätzten Schulden ab. Nicht berücksichtig werden die Vermögen von Diktatoren und Mitgliedern von Königshäusern.

268 neue Milliardäre zählte Forbes dieses Jahr. Konnten sich 2013 weltweit noch 1426 Menschen zum Club der Super-Mega-Reichen zählen, so sind es dieses Jahr 1645. Zusammen besitzen sie zurzeit 6,4 Billionen US-Dollar (4,6 Billionen Euro). Letztes Jahr waren es noch 5,4 Billionen US-Dollar. Dabei ist dieser Club sehr männerdominiert: In die Top Ten der Reichsten schaffte es mit einem Vermögen von umgerechnet 26,6 Milliarden Euro lediglich eine Frau: Es ist die Haupteigentümerin von Wal-Mart, Christy Walton. Nur 172 Frauen besitzen mehr als eine Milliarde US-Dollar. Immerhin kamen letztes Jahr 42 Milliardärinnen hinzu.

Eine von ihnen ist die Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg. Das soziale Netzwerk, das sie leitet, verhalf immerhin drei anderen Personen, Milliardär zu werden. Neben Sandberg waren es der langjährige Facebook-Vizepräsident Jeff Rothschild und die beiden Gründer des Nachrichtendienstes »WhatsApp«, Jan Koum und Brian Acton, die ihr Start-up an Facebook verkauften.

Weitaus die meisten Milliardäre gibt es mit 492 immer noch in den Vereinigten Staaten, gefolgt von China mit 152 und Russland mit 111. Zwar fand »Forbes« in einigen Ländern wie Litauen, Algerien und Uganda zum ersten Mal Milliardäre. Doch vor allem in den Schwellenländern mussten Superreiche aufgrund der dortigen Wirtschaftskrise Einbußen hinnehmen. So gibt es nun in der Türkei 19 und in Indonesien acht Milliardäre weniger.

Der reichste Deutsche ist übrigens weiterhin Aldi-Süd-Gründer Karl Albrecht, der rund 18 Milliarden Euro besitzt. Nummer zwei ist der Eigentümer des Konkurrenten Lidl, Dieter Schwarz. Er besitzt rund 15,3 Milliarden Euro. Insgesamt soll es hierzulande 76 Dollar-Milliardäre geben. So viele zählt zumindest die bereits letzte Woche veröffentlichte »Hurun«-Liste, quasi die Konkurrenz zur »Forbes«-Liste. Demnach besitzen Deutschlands Milliardäre zusammen ein Vermögen von rund 264 Milliarden Euro. Rund ein Drittel davon haben sie, wie Karl Albrecht und Dieter Schwarz, im Einzelhandel gemacht.

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