Warteschlangen vor Moskauer Wechselstuben

Der Rubel fällt auf historisches Tief und an den Börsen gibt es Milliardenverluste / Gazpromaktien stürzten in einer halben Stunde um zehn Prozent

  • Von Irina Wolkowa, Moskau
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Entscheidung für ein russisches Engagement auf der Krim hat für Russlands Wirtschaft Folgen: Kursstürze von Aktien und Rubel.

Warteschlangen kennen Moskauer unter 20 Jahren nur noch aus den Erzählungen von Eltern und Großeltern. Jetzt ist sie sie wieder da: die Wartegemeinschaft. Gestürmt werden die Wechselstuben. Durch das Mandat, das der Föderationsrat Präsident Wladimir Putin am Sonnabend für einen Einmarsch in die Ukraine erteilte, erreichte der Wechselkurs des Rubels, der seit Wochen konstant auf Talfahrt ist, ein neues Tief. Gleich bei der Eröffnung des Devisenhandels am Montag gab der Rubel gegenüber dem Dollar um 80 Kopeken nach, der von der Zentralbank festgelegte Kurs beläuft sich inzwischen auf 1:37.

Heulen und Zähneklappern herrscht auch an den Moskauer Börsen MMWB und RTS. Insgesamt fast zwei Billionen Rubel - etwa 40 Milliarden Euro - verloren russische Unternehmen schon kurz nach Eröffnung des Handels an Wert. Für zusätzliche Panik sorgte die Zentralbank, die den Leitzins auf einen Schlag um 1,5 Prozent heraufgesetzt hatte. Bei MMWB ga...


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