Fabian Lambeck 04.03.2014 / Inland

Fukushima ist Staatsgeheimnis

Japanische Regierung setzt drei Jahre nach dem Reaktorunfall auf Vertuschung

Es ist ruhig geworden um den Katastrophenreaktor Fukushima Daiichi. Diese Ruhe verdankt sich auch dem enormen Druck, den man in Japan auf kritische Ärzte und Journalisten ausübt.

Vor knapp drei Jahren kam es im japanischen Atomkraftwerk Fukushima Daiichi zu mehreren Kernschmelzen. Das ganze Ausmaß der Katastrophe ist auch heute noch unklar. Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) warnten am Montag in Berlin vor der Vertuschung gesundheitlicher Folgen durch die japanische Regierung.

Dass die Lage vor Ort viel dramatischer ist, als man offiziell eingesteht, zeigen die ärztlichen Untersuchungen von Kindern aus der Präfektur Fukushima. Nach Angaben von IPPNW sei die Zunahme von Schilddrüsenkrebs schon jetzt besorgniserregend. Lag die Krebsrate vor dem Reaktorunglück bei 0,35 Fällen pro 100 000 Kinder, kämen mittlerweile 13 Fälle auf 100 000. »Schilddrüsenkrebs ist sehr selten, erst recht bei Kindern«, so die Vorsitzende der deutschen IPPNW-Sektion, Angelika Claußen. Für ihre Organisation sei die Zunahme der Krebsfälle ein deutliches Indiz für eine erhöhte Strahlenbelastung. Zuma...

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