Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Stolpern im Steno-Stil

«London NW»: Zadie Smith zeigt sich in ihrem Stadtroman beobachtungsscharf - und zunehmend einschläfernd

  • Von Reiner Oschmann
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Süßlicher Wasserpfeifen-Gestank, Couscous, Kebab, die Abgase bewegungsloser Busse. 98, 16, 32, nur noch Stehplätze - da ist man doch zu Fuß schneller! Ausbrecher aus dem St. Mary’s in Paddington: werdender Vater, rauchend, alte Frau im Rollstuhl, rauchend, zäher Knochen mit Urinbeutel und Blutkonserve, rauchend. Alle stehen sie auf Kippen …« - so genau, gescheit und mitunter gemein beobachtet Zadie Smith Londoner Leben in ihrem neuen Großstadtroman »London NW«. Das Kürzel steht für den Stadtteil »Nordwest«, der abseits der Touristenpfade liegt, aber nicht minder multikulturell als die Metropole insgesamt ist: »Einsamer Italiener in Slippern, verirrt, auf der Suche nach Mayfair. Tausendundeine Möglichkeit der Vermummung: das schwarze Ganzkörperzelt, das Gesichtsgitter, der bedeckte Hinterkopf, Louis-Vuitton-Logo, Gucci-Logo … Kein Zusammenhang mit den Diskussionen in den Zeitungen, im Parlament … Englisch als Fremdsprache ... Da ist ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.