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Wundermolekül mit Nebenwirkung

Vor 115 Jahren wurde das Schmerzmittel Aspirin zum Markenprodukt

  • Von Martin Koch
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Acetylsalicylsäure wurde als erster Arzneiwirkstoff klinisch getestet und am 6. März 1899 unter dem Markennamen »Aspirin« in die Warenzeichenrolle des kaiserlichen Patentamts in Berlin eingetragen.

Im Grunde reicht die Geschichte des Aspirins bis in die Antike zurück. Denn schon die alten Griechen verkochten die Rinde von Weidenbäumen zu einem Sud, den sie anschließend tranken, um Kopf- oder Gliederschmerzen zu lindern. Das war durchaus vernünftig, wie der deutsche Arzt Johann Andreas Bucher 1828 feststellte. Weidenrinde enthält nämlich eine schmerzstillende Substanz, die Bucher »Salicin« nannte (abgeleitet von dem lateinischen Wort »Salix« für Weide). Chemisch gesehen ist Salicin ein Derivat der Salicylsäure, die ab 1874 in einer Fabrik im sächsischen Radebeul großtechnisch hergestellt wurde. Doch der Erfolg des neuen Schmerzmittels hielt sich in Grenzen, denn Salicylsäure schmeckt sehr bitter und reizt den Magen, wenn man sie direkt einnimmt.

Gleich mehrere Wissenschaftler suchten deshalb in der Folge nach Möglichkeiten, die für viele ungenießbare Schmerzarznei zu veredeln. Der entscheidende Durchbruch gelang 1897 dem ...


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