Berufsverbot für den Armen-Arzt

Ein Mediziner aus Roubaix schuftete rund um die Uhr - die Krankenkasse ging gegen ihn vor

  • Von Andrea Klingsieck, Paris
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Ein Allgemeinmediziner in Nord-Frankreich setzt sich für die Rechte von Roma-Familien ein. Nun wurde er zu zwei Monaten Berufsverbot verurteilt. Und das in einer Region mit akutem Ärztemangel.

Für seine Patienten ist Christophe Lamarre eine Art Held. Viele kennen ihn schon seit 20 Jahren. Man könnte meinen, dass Menschen die sich stark für ihre Mitbürger einsetzen, Unterstützung verdienen. Stattdessen beginnt dieser Tage ein viermonatiges Berufsverbot des Arztes, wovon zwei Monate auf Bewährung ausgesetzt sind. Das französische Sozialgericht hatte zuvor im Berufungsverfahren die Verurteilung Lamarres wegen »potenziell gefährlicher medizinischer Arbeitsweise« und »Gefährdung seiner Patienten« bestätigt.

Der Fall geht auf das Jahr 2009 zurück, als die Ortskrankenkasse der nordfranzösischen 100 000-Einwohner-Stadt Roubaix aufgrund von vermeintlichen Irregularitäten in den Verschreibungen des Arztes Klage gegen ihn eingereicht hatte. Angesichts der überdurchschnittlich großen Anzahl von Patienten wurde er verdächtigt, mehr Sprechstunden abgerechnet als tatsächlich durchgeführt zu haben. Doch die daraufhin eingeleitete U...

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