Peter Schaber, Kiew 08.03.2014 / Ausland

Der Maidan ist ein trauriger Ort

»Slava Ukraini«, »Slava Natsi«: Warum sich die Kiewer Kämpfer um ihren Sieg betrügen

Wo liegt der Maidan? In Istanbul, in Athen, in Madrid? Oder auf einem ganz anderen Planeten? Kiewer Beobachtungen zwischen Widerstandshoffnungen, Heldenkult und imperialen Mühlsteinen.

Der Maidan zieht einen schnell in seinen Bann. Die Euphorie wenige Tage nach der Flucht Viktor Janukowitschs, die militanten »Selbstschutzkräfte«, die rund um die Uhr die hohen Barrikaden bewachen, die Blumen in der Hrushevskoho-Straße, die an die Toten der Straßenkämpfe erinnern. Jeder hier hat etwas zu erzählen. Von den noch immer unbekannten Scharfschützen auf dem Hotel »Ukraina«, vom ausgebrannten Gewerkschaftshaus, das als Hauptquartier des Aufstandes gedient hatte. Geschichten von Polizeigewalt und Widerstand.

Vieles erinnert an den Istanbuler Gezi-Park im vergangenen Juni. Etwa das Metallgerüst, das einen Weihnachtsbaum hätte stützen sollen und nun Hunderte Banner oppositioneller Organisationen trägt - auf dem Taksim-Platz sah es ähnlich aus. Die improvisierte Gesundheitsversorgung, die Essensausgabe, die Ästhetik des Widerstands um Gasmaske, Schutzbrille und Helm. Eigentlich müsste sich, wer die Verhältnisse verbessern...

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