Hanna Ongjerth 12.03.2014 / Kultur

Nah am Abgrund kann es nur noch besser werden

Auf dem Kunstfestival »Leaving is not an option?« im HAU setzen sich Künstler aus Ungarn mit der politischen Lage in ihrem Heimatland kontrovers auseinander

Es ist schwierig zu schätzen, wie alt diese Frau auf der Bühne in Wirklichkeit ist. Ihr prächtiger roter Schlafmantel hängt an ihrer tattrigen Gestalt, gerade so, als wäre er vor vielen Jahrzehnten versehentlich an ihr vergessen worden. Ihre rötlich-braunen Haare fallen zerzaust auf ihre Schultern. Sie hat ein behelfsmäßiges Schild in der Hand - »eat people, not animals« - und bittere Wut in den Augen. »Wir brauchen eine demente Kultur, Politik und einen dementen Ministerpräsidenten«, zählt Sápi Mercédesz im Stück »Dementia, or the Day of My Great Happiness« ihre Forderungen am Eröffnungstag des Festivals »Leaving is not an option?« mit trotzig reibender Stimme auf der Bühne des HAU 2 auf.

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