Staatsbedienstete legen Griechenland lahm

Öffentlicher Dienst wehrt sich gegen die Streichung von mindestens 15 000 Stellen

  • Von Anke Stefan, Athen
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Aus Protest gegen geplante Entlassungen hat die Mehrheit der griechischen Staatsbediensteten am Mittwoch die Arbeit für 24 Stunden niedergelegt.

Im ohnehin stark gestutzten öffentlichen Sektor in Griechenland ging am Mittwoch gar nichts mehr: Wegen eines neuen 24-stündigen Streiks im gesamten öffentlichen Dienst blieben viele Behörden, Schulen und andere Einrichtungen geschlossen; in den staatlichen Krankenhäusern wurden nur Notfälle behandelt. Der gestrige Ausstand bildete den Auftakt für insgesamt drei Streiktage, die der griechische Dachverband der Gewerkschaften im öffentlichen Dienst ausgerufen hat. Die anderen beiden stehen nächste Woche Mittwoch und Donnerstag an. Wie bereits vorangegangene Aktionen richten sich auch die neuen Streiks gegen bereits in Umsetzung begriffene Pläne der griechischen Regierung, bis Ende 2014 mindestens 15 000 Stellen im öffentlichen Dienst zu streichen. Dafür wurden bereits im vergangenen Jahr 4000 Staatsbedienstete entlassen, in diesem Jahr müssen noch 11 000 folgen. Es waren denn auch vor allem die von unmittelbarer Entlassung Bedrohten, ...


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