Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Wassermüller werden abgeschöpft

Betreiber von Kleinkraftwerken an Sachsens Flüssen sehen sich durch eine neue Abgabe in der Existenz gefährdet

  • Von Hendrik Lasch, Dresden
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

320 kleine Kraftwerke erzeugen an Sachsens Flüssen Strom - noch. Eine neue Abgabe im Freistaat bringt die Betreiber in Bedrängnis.

Das Volkslied trifft die Realität immer weniger. »Es klappert die Mühle am rauschenden Bach«, heißt es in einem 1824 erstmals veröffentlichten Klassiker. Wer heute Wassermühlen wie die im Liebethaler Grund bei Pirna passiert, die direkt am Malerweg durch die Sächsische Schweiz liegt, hört kein Klappern, sondern nur ein leises Summen. Im Inneren der ehemaligen Papiermühle dreht sich ein Generator, der Strom erzeugt. Lange war die 1895 errichteten Fabrik völlig verfallen. 1997 aber begann Benno Hradský, ein diplomierter Mathematiker, mit dem Wiederaufbau. Seit 2001 liefert die Mühle wieder Strom.

Wie lange das so bleibt, ist ungewiss. Nicht nur im Liebethaler Grund bangen derzeit die sächsischen Wassermüller um ihre Zukunft. Schuld sind weder das Hochwasser vom Juni 2013 noch die Trockenheit dieses Frühjahrs, auch wenn ersteres große Schäden an den Anlagen verursachte und letztere die Turbinen vielerorts still stehen lässt. Das ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.