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Trügerische Satellitenbilder

Studie zeigt: Die Bilder aus dem All spiegeln mehr Grün vor, als tatsächlich vorhanden ist

  • Von Norbert Suchanek , Rio de Janeiro
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Es war wohl doch zu schön, um wahr zu sein. Auswertungen von Satellitenbildern der vergangenen Jahre schienen zu zeigen, dass der Amazonas-Regenwald selbst von andauernden Dürren kaum beeinträchtigt wird. Doch das Ergrünen des Regenwaldes trotz Wassermangel war nur eine optische Täuschung.

Amazonien war in den Jahren von 2005 bis 2010 von langen Dürreperioden betroffen. Dennoch zeigten Analysen von Daten der NASA-Satelliten in diesen Phasen von Juni bis Oktober ein Ergrünen der Wälder. Das früher angenommene Schreckensszenario vom großflächigen Regenwaldsterben und folgender Versteppung Amazoniens durch Klimawandel und infolgedessen verlängerter Trockenperioden schien widerlegt. Tatsächlich aber beobachteten die Satelliten nur eine in Dürreperioden auftretende stärkere Reflexion von Infrarotlicht, was US-Forscher Alfredo R. Huete von der University of Arizona schlicht als ein verstärktes Wachstum von jungen Blättern interpreti...


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