Werbung

Tausende demonstrieren gegen Rechtsextremismus

Proteste in Bautzen, Chemnitz, Erfurt, Dresden und Leipzig

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Bautzen/Erfurt. Proteste gegen Rechts: In mehreren ostdeutschen Städten haben am Wochenende Demokratie-Bündnisse und Antifa-Gruppen gegen Rechtsextremismus protestiert. Im sächsischen Bautzen gingen am Samstagabend mehr als 1.000 Menschen gegen einen Neonazi-Aufmarsch auf die Straße. Gegen den Landesparteitag der NPD in Thüringen protestierten am Samstagvormittag in Kirchheim bei Erfurt rund 120 Menschen. Weitere Proteste gegen Rechts gab es am Samstag in Chemnitz sowie am Freitagabend in Dresden und Leipzig.

In Bautzen hatte ein Netzwerk demokratischer Vereine, Gewerkschaften und Parteien die Bewohner der Stadt unter dem Motto »Bautzen bleibt bunt« zum friedlichen Protest aufgerufen. Die Demonstration richtete sich gegen einen Aufzug der rechten Szene gegen die Asylpolitik, an dem nach Polizeiangaben rund 300 Personen teilnahmen.

Damit sei in Bautzen ein »deutliches und lautstarkes Zeichen« gegen Neonazis gesetzt worden, sagte der Grünen-Politiker Valentin Lippmann im Anschluss. Die Rechtsextremen seien zum Teil auch direkt mit den Protesten konfrontiert worden, weil sie von der Polizei durch zwei Abschnitte der Gegendemonstration hindurchgeleitet worden seien. Die Polizei war mit 500 Beamten im Einsatz und zog eine positive Bilanz. Es sei zu keinen nennenswerten Störungen gekommen, hieß es.

In Chemnitz gingen nach Polizeiangaben am Samstag rund 60 Menschen unter dem Motto »Rassistischer Hetze entgegentreten« gegen eine Versammlung gegen ein Flüchtlingsheim auf die Straße. An der Kundgebung gegen das Aslybewerberheim beteiligten sich rund 70 Personen.

Der Landesparteitag der NPD in Thüringen fand nach Angaben der Mobilen Beratung für Demokratie (MOBIT) bereits zum sechsten Mal in Kirchheim statt. Der Ort sei bereits seit Jahren ein bundesweit bekanntes Veranstaltungszentrum der extremen Rechten, hieß es. Bereits am kommenden Wochenende sei dort ein »Europakongress« der NPD-Jugendorganisation geplant, zu dem Rechtsextreme aus ganz Europa erwartet würden. Diesen Veranstaltungen müsse weiter mit Protest begegnet werden, betonte MOBIT.

In der Dresdner Neustadt protestierten am späten Freitagabend nach Antifa-Angaben rund 70 Menschen gegen rechtsextreme und rassistische Angriffe. 2013 seien in Dresden 33 rassistische Übergriffe bekannt geworden, 2014 seien bereits neun Vorfälle von Schmierereien bis hin zu Überfällen registriert worden. In Leipzig blockierten rund 100 Menschen unter dem Motto »Nazizentren abreißen - Ein Herz für Baulücken« ein rechtsextremes Veranstaltungszentrum. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen