Ulrich Heyden, Charkow 17.03.2014 / Politik

Charkow will keine Kiewer Zustände

Die Angst vor dem Rechten Sektor wächst

Von westukrainischen Nationalisten, die über einen Staatsstreich an die Macht kamen, will man sich im ostukrainischen Charkow keine Vorschriften machen lassen. Nur eine Minderheit ist für den Maidan.

Charkow ist mit 1,4 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Ukraine. Die Stadt hat viele Unis, aber auch viele Betriebe, die Turbinen, Waggons und Maschinen bauen. Sie setzen ihre Produkte vorwiegend in Russland ab. Nach einer Volkszählung von 2001 sind 60 Prozent der Einwohner Ukrainer. 65 Prozent gaben Russisch als ihre Sprache an.

Das Gesamtbild von Charkow ergibt sich aus vielen Mosaiksteinen. Da ist zum Beispiel der Taxi-Fahrer Taras (Name geändert). Taras ist 30 Jahre alt und Ukrainer. Aber er spreche Russisch und denke auch Russisch. Das sagt er mit Bestimmtheit. So begreift man sofort, dass Russisch ein Teil seiner Identität ist. Die will er sich von keinem ukrainischen Nationalisten streitig machen lassen. Doch Taras ist gegen die Abtrennung der Krim. Es stimme nicht, dass Chruschtschow die Halbinsel 1954 einfach so an die Ukraine verschenkt habe. Die Ukraine musste dafür Teile des Taganrog-Gebietes an Russland...

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