Das Dilemma der Afghanistan-Helfer

Die Strategie der Bundesregierung für die Zeit nach dem Abzug vernachlässigt Zivilgesellschaft und Sicherheit

  • Von Roland Bunzenthal
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Die Bundesregierung hat jüngst ihre Afghanistan-Strategie für die Jahre 2014 bis 2017 vorgestellt - die Zeit nach dem Abzug der NATO. Aus entwicklungspolitischer Sicht bleiben viele Fragen offen.

Afghanistan steht wieder einmal vor einer Phase seiner Geschichte, die darüber entscheidet, ob das Land nach 35 Jahren Krieg endlich Frieden findet. Die Hürden auf diesem Weg sind hoch: Traumatisierte Kinder, arbeitslose Jugendliche, rivalisierende Stämme, schwache Sicherheitskräfte, korrupte Eliten, zerstörte Infrastruktur, blühender Drogenanbau als Machtbasis lokaler Warlords. Das sind einige der Probleme, mit denen das Land zu kämpfen hat.

Ende 2014 soll der Einsatz der Bundeswehr innerhalb der International Security Assistance Force (ISAF) endgültig beendet sein. Schon jetzt ist ein Großteil der 4400 deutschen Soldaten abgerückt. Unter anderem die von der Bundeswehr geschulte Nationale Polizei soll nun die Lücke schließen.

Zugleich hinterlässt der Abzug der Militärs eine wirtschaftliche Lücke, haben doch nicht nur die 700 angestellten Ortskräfte relativ gut von dem militärischen Engagement gelebt, auch Bauern, Händle...


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