Serben wittern ihre Chance

Volksgruppen leben in Bosnien-Herzegowina voller Argwohn nebeneinander

  • Von Thomas Roser, Belgrad
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Krim-Krise stärkt in der bosnischen Serbischen Republik (Republika Srpska) die Sezessionsgelüste. Doch mit einer Abspaltung wie im Fall Kosovos ist derzeit nicht zu rechnen.

Milorad Dodik hatte sich einen guten Ort ausgesucht. Ausgerechnet in Moskau stimmte der Präsident der Serbischen Republik in Bosnien vergangene Woche sein Loblied auf den »legitimen« Freiheitskampf der Krim an. Es sei »völlig verständlich«, dass die Krim die Freiheit wünsche. Schließlich habe sie schon immer zu Russland gehört, verkündete der starke Mann von Banja Luka. Hernach drohte Dodik erneut dunkel das Ausscheren seines Teilstaats aus Bosnien-Herzegowina an. »Im Moment« respektiere die Republika Srpska zwar den Dayton-Friedensvertrag von 1995, »doch wenn die Situation untragbar wird, hat sie ein legitimes Recht, die Eigenständigkeit zu fordern«.

Der vor fast zwei Jahrzehnten von der Staatengemeinschaft erzwungene Friedensschluss hat die einstigen Gegner des Bosnienkriegs nie miteinander ausgesöhnt. Eher neben- als miteinander und voller Argwohn leben muslimische Bosniaken, S...

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