Das Chaos im Chaos

Die ukrainische Premjer Liga spielt seit dem Wochenende wieder Fußball, die Klubs sind geprägt von Politikern und Oligarchen

  • Von Patrick Kleinmann
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In der Ukraine läuft die Premjer Liga wieder. Über den Spielen liegt der Schatten der brisanten politischen Lage, denn in kaum einem europäischen Land sind Politik und Fußball so verzahnt wie hier.

Als die Fußballer von Tawrija Simferopol im Exil ihr erstes Heimspiel des Jahres austrugen, bekannten sich ihre Mitbürger auf der Krim gerade an der Wahlurne zu Russland. Die 1:2-Niederlage gegen Dynamo Kiew im dortigen Olympiastadion am Sonntag könnte für lange Zeit das letzte Duell der beiden Vereine gewesen sein - die explosive politische Lage entzweit die ukrainische Liga genauso wie das Land.

Auch wenn der Ball nach der historisch langen Pause von 16 Wochen wieder rollt, ist die Rückkehr der Premjer Liga nach den Protesten auf dem Maidan in Kiew und mitten in der Krim-Krise natürlich keineswegs ein Anzeichen dafür, dass wieder ansatzweise Normalität herrscht. Im Gegenteil: Das aktuelle Machtvakuum und die Annektierung der Schwarzmeer-Halbinsel belasten auch den Fußball im Land des EM-Gastgebers 2012, die Zustände sind ebenso chaotisch wie in der ganzen Nation.

In kaum einem europäischen Land sind Politik und Fußball...


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