Caroline M. Buck 20.03.2014 / Kino und Film

Extreme Temperaturen

Im Kino: »Die Moskauer Prozesse« von Milo Rau beleuchtet Spannungen in der russischen Gesellschaft

Der Titel des Films erinnert an sowjetische Schauprozesse, und er tut das mit voller Absicht. Milo Rau, Schweizer Theater-Regisseur und Filmemacher, stellte im März 2013 im Moskauer Sacharow-Zentrum an drei aufeinanderfolgenden Tagen die drei separaten Prozesse nach, die 2003, 2006 und 2012 mit Verurteilungen für die Veranstalter der umstrittenen Kunstausstellungen »Vorsicht! Religion« und »Verbotene Kunst« sowie zweier Mitglieder der Aktivistinnengruppe Pussy Riot für ihr kirchliches »Punk-Gebet« endeten. Während die Prozesse nur äußerlich nach rechtsstaatlichen Standards abliefen und damit - laut Rau - das Ende des demokratischen Russland bedeuteten, ist die Neuauflage darauf angelegt, das tatsächliche Rechtsempfinden der russischen Bevölkerung zu testen - und indirekt vielleicht den Beweis für die politische Motivation der realen Prozess-Urteile zu erbringen.

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