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Angst und Grausamkeit

Was das Kind und den Herrscher unterscheidet

  • Von Wolfgang Schmidbauer
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Ein Kind, das Fliegen Beine auszupft oder Ameisen mit dem Brennglas verdampft, macht Grausamkeit zum Spiel, ähnlich der Katze, die eine verwundete Maus entkommen lässt und erneut die Krallen in sie schlägt. Die großen Grausamen der Geschichte wirken dem gegenüber weder neugierig noch spielerisch, sondern freudlos und von dem Bedürfnis gehetzt, die Welt unter Kontrolle zu bringen. Das Kind und die Katze fürchten nicht, dass die Fliege oder die Maus ihnen schaden werden, wenn sie ihnen nicht zuvorkommen.

Die grausamen Herrscher von Attila und Tamerlan bis Hitler und Stalin waren von der Fantasie geprägt, anderen antun zu müssen, was diese sonst ihnen antun würden. Die kindliche Grausamkeit ist mit Weltvertrauen vereinbar; die erwachsene nicht. Die Angst vor Vergeltung erzwingt Misstrauen und stete Wachsamkeit.

Wenn wir über Wespen lesen, die eine Raupe durch einen Stich in ein Ganglion lähmen und dann ihre Eier in sie able...


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