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Expedition in ein unglaubliches Leben

Wie der Jenaer Lehrer Konstantin Seifert die Geschichte des jüdischen Kommunisten Dr. Hans Serelman entdeckte.

  • Von Hendrik Lasch
  • Lesedauer: ca. 9.0 Min.

Die Lebensgeschichte von Hans Serelman hat es in sich: Sohn ungarischer Juden, Mediziner und Kommunist, zeitweiliger Landarzt in Sachsen, Häftling, Spanienkämpfer und französischer Widerstandskämpfer. Ein Lehrer hat sie erforscht – mit der Leidenschaft eines Entdeckers.

Die metallene Platte ist so groß wie ein Handteller. Im Gehwegpflaster unterhalb des Pfarramtes von St. Petri in Niederlungwitz ist sie leicht zu übersehen. Selbst wer sie bei einem Spaziergang in dem lang gezogenen westsächsischen Dorf entdecken sollte, wird zunächst nur wenig schlauer. »Hier wohnte Dr. Hans Serelman, Jg. 1898«, ist zu lesen; ein Stück darunter: »Ermordet 1944 St. Christian«. Die Auskünfte sind mehr als knapp - und sie sind nicht einmal korrekt. Das kann freilich nur herausfinden, wer neugierig wird und sich auf die Suche macht.

Konstantin Seifert hat sich auf die Suche begeben. Wobei: »Suche« ist ein zu nüchternes Wort. Seifert, geboren 70 Jahre nach Serelman, erforscht dessen Leben mit der Leidenschaft eines Entdeckers; mit dem Eifer eines Mannes, der einen unbekannten Kontinent durchstreift, nach jeder Biegung auf Neues stößt, aber die vermeintlich gesicherten Ergebnisse der Erkundungen oft schon hinter de...


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