Kein Segen für die Garnisonkirche

Bürgerbegehren gegen den Wiederaufbau des historisch belasteten Gotteshauses gestartet

  • Von Wilfried Neiße
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Der Ruf, die Potsdamer Garnisonkirche sei eine »Nazikirche«, reicht offensichtlich bis nach London. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, die Ruine 1968 beseitigt. Der Wiederaufbau ist umstritten.

»Was man auch baut - es werden stets Kasernen«, heißt es in einem Gedicht von Erich Kästner über den deutschen Schaffenstrieb. Eine Bürgerinitiative gegen die Errichtung einer Kopie der Potsdamer Garnisonkirche ist am Donnerstagabend vom Stapel gelaufen.

Sinnigerweise im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, einem Museum, fanden sich rund 120 Interessierte ein. Auch der Termin - der Vorabend der 81. Wiederkehr des »Tages von Potsdam« - war bewusst gewählt. Am 21. März 1933 hatte Adolf Hitler dem Reichspräsidenten Paul von Hindenburg vor der Garnisonkirche die Hand geschüttelt.

Die Einwohner von Potsdam sind nun in den nächsten Wochen eingeladen, ein Bürgerbegehren zu unterstützen, das die Stadt auffordert, »alle rechtlich zulässigen Möglichkeiten« zu nutzen, um auf die Auflösung der Stiftung Garnisonkirche hinzuwirken. Initiator Simon Wohlfahrt erklärte, dies sei die einzige mögliche Form, sachlich gegen den B...

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