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Der Trend: Kunst wird globaler

Kunstkompass 2014

Der deutsche Maler Gerhard Richter wird im Ranking »Kunstkompass 2014« weiterhin als wichtigster Künstler der Gegenwart geführt. Auf den Plätzen zwei und drei stehen der US-Künstler Bruce Nauman und die Deutsche Rosemarie Trockel. Vier der zehn einflussreichsten Künstler der Welt sind laut Kunstkompass Deutsche. Außer Richter und Trockel sind unter den ersten zehn auch noch Georg Baselitz (Platz 4) und Anselm Kiefer (Platz 6).

»Die deutschen Künstler konnten ihre Dominanz an der Spitze der bedeutendsten Gegenwartskünstler der Welt behaupten«, folgert das »Manager Magazin«, das den Kunstkompass als wichtiges Barometer der Gegenwartskunst jährlich veröffentlicht. Auf den ersten elf Plätzen gibt es überhaupt keine Veränderung.

Zugleich lokalisiert der Kunstkompass 2014 die Künstler von morgen mehr und mehr außerhalb Europas und der USA. Viele aufstrebende neue Talente kämen aus Ländern wie China, Vietnam, Pakistan oder auch Georgien, teilte das »Manager Magazin« am Freitag weiter mit. »Der Trend, der sich hier abzeichnet: Kunst wird globaler.« Für die Top 100 reicht es zwar noch nicht, doch verzeichneten die »Stars von morgen« so rasante Punktzuwächse, dass sie verstärkt in den Fokus der Sammler geraten dürften.

In anderen Rankings sind die Deutschen nicht so stark vertreten, auch wenn über die herausragende Bedeutung Richters Einigkeit besteht. »Aufsteiger des Jahres« ist nach Einschätzung des Kunstkompasses der britische, aber in Deutschland lebende Bildhauer Tony Cragg, der es von Platz 42 auf Platz 25 schaffte. Cragg war bis 2013 Leiter der Düsseldorfer Kunstakademie. Er ist bekannt für seinen Skulpturenpark in Wuppertal.

In die Bewertung des Kunstkompasses fließen Ausstellungen in namhaften Museen ebenso ein wie Auszeichnungen und Rezensionen in Kunstmagazinen. Verkaufspreise und Auktionserfolge spielen dagegen keine Rolle.

Bei den gestorbenen Künstlern sieht der Kunstkompass ebenfalls einen Deutschen vorn, Joseph Beuys (1921-1986). Dahinter folgen Andy Warhol, Sigmar Polke, Louise Bourgeois und Martin Kippenberger. dpa

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