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Gleiche Bezahlung in weiter Ferne

Sozialverbände zum Equal Pay Day: Mindestlohn hilft besonders Frauen

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Berlin. Die Bundestagsdebatte über einen Antrag der LINKEN zum Mindestlohn fand am Freitag passenderweise zum diesjährigen Equal Pay Day statt - also jenem Tag, bis zu dem Frauen über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssten, um auf das durchschnittliche Jahresgehalt männlicher Kollegen zu kommen. Derzeit beträgt die Entgeltlücke rund 22 Prozent - in manchen Branchen und auf dem Land ist sie sogar noch größer.

Von einem gesetzlichen Mindestlohn profitierten Frauen also besonders, sagte Edda Schliepack, Präsidiumsmitglied des Sozialverbandes Deutschland (SoVD): »Der gesetzliche Mindestlohn muss kommen. Denn es sind insbesondere Frauen, die aufgrund einer fehlenden Lohnuntergrenze in Armut abgleiten.« Bei einer Kundgebung von SoVD, DGB und dem Deutschen Frauenrat in Berlin forderte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern.

Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack sprach sich für ein Gesetz zur Entgeltgleichheit aus. Es müsse alle Firmen verpflichten, die Bezahlung von Frauen und Männern geschlechtergerecht zu gestalten. Als untere Haltelinie solle der gesetzliche Mindestlohn dienen, und zwar ohne Ausnahmen.

Die Koalition debattiert gerade über die letzten Details der Lohnuntergrenze von 8,50 je Stunde, die ab 2017 flächendeckend gelten soll. Die LINKE fordert mindestens zehn Euro Stundenlohn. grg

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