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Lernen und Lehren

Renate Angstmann-Koch zieht eine Bilanz der LiMA

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nd: Wie fällt ihre Bilanz der LiMa aus?
Angstmann-Koch: Für die sehr knappe Vorbereitungszeit von zwei, drei Monaten war es ein sehr gelungener Kongress. 500 Menschen hatten sich angemeldet, es gab 1300 Kursbuchungen und fast 100 Dozenten. Das ergab eine bunte Mischung, so dass es auch in diesem Jahr ein gegenseitiges Lernen und Lehren war.

In diesem Jahr gab es einen Thementag zum Klimawandel, den »Green Day«. Wie war die Resonanz darauf?
Da war es sehr voll, der Thementag kam gut an. Die LiMA soll ja mediales Handwerk bieten, also Kurse zum Schreiben, Fotografieren und für das Netz. Gleichzeitig wollen wir bestimmte politische Themen bearbeiten, so gab es viel Interesse und Diskussionen an einer Ausstellung zur Polizeigewalt.

Wollen sie die Thementage beibehalten?
Ich denke schon. Wir beginnen jetzt mit der Auswertung und außerdem gibt es jetzt bereits einen Termin für die nächste LiMA, sie findet vom 16. bis zum 21. März 2015 statt.

Sie selbst arbeiten seit fast 30 Jahren als Journalistin. Wie hat sich das journalistische Arbeiten in dieser Zeit verändert?
Kolossal. Früher gab es beispielsweise Korrektoren und Schriftsetzer. Heute erledigt der Journalist von der Recherche übers Schreiben bis zum Redigieren, Korrigieren und auch Layouten alles selbst. Das ganze Geschäft ist schneller geworden durch das Internet, auch die Zeitungsgestaltung hat sich stark verändert, heute ist sie stärker optisch bestimmt.

Was würden Sie jungen Journalisten mit auf den Weg geben?
Sie sollten sich auf mehrere Medien konzentrieren, vor allem aber sollten sie sich einen kritischen Blick und Unabhängigkeit bewahren. Die LiMA will niemanden eine politische Richtung aufzwingen, sie soll Offenheit vermitteln. Vor allem aber journalistische Unvoreingenommenheit, auch wenn man einen eigenen politischen Standpunkt hat.

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