Harald Loch 25.03.2014 / Kultur

Anspruchsvoll und widerständig

Der Berliner Verlag Klaus Wagenbach wird fünfzig

Wer nach der durchschnittlichen Lebensdauer von Buchverlagen sucht, wird bei einer nicht aussagekräftigen Zahl landen. Da gibt es, um im Bild zu bleiben, eine hohe Kindersterblichkeit und es gibt den einen oder anderen Methusalem. Der Leiter des Schwabe-Verlages aus Basel zeigt bei Präsentationen gern einen in seinem Hause erschienenen »Raubdruck« der Gutenberg-Bibel und ermuntert seine Gesprächspartner: »Blättern Sie ruhig in dem Buch, das Papier hält weitere 500 Jahre!« C.H. Beck aus München ist 250 Jahre alt und Walter de Gruyter in Berlin zählt auch zu den alten Eichen im deutschen Bücherwald.

Wenn dann ein Verlag seinen »Fünfzigsten« feiert, mag das in der Nähe des statistischen Durchschnitts liegen. Beim Berliner Verlag Klaus Wagenbach ist es anders: Er wurde als Wagnis gegründet, keiner gab ihm realistische Überlebenschancen und er tat aus voller Überzeugung viel, um diese Skepsis zu rechtfertigen.

Klaus Wagenbach...

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