Ralf Klingsieck, Paris 25.03.2014 / Wirtschaft und Umwelt

Frankreich will Praktika neu regeln

Verschärftes Gesetz soll Ausbeutung von Schülern und Studenten beenden

In Frankreich ist die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen hoch. Das nutzen die Firmen aus, indem sie massenhaft Praktikanten als billige Arbeitskräfte missbrauchen.

Frankreich will seine jungen Praktikanten besser vor Ausbeutung schützen. Ein Gesetz, das gegenwärtig im Parlament behandelt wird, soll die Beschäftigung von Praktikanten konsequent regeln und einschränken. Damit soll dem hemmungslosen Missbrauch und der Ausbeutung der Berufsanfänger endlich ein Riegel vorgeschoben werden. Es ist bereits das fünfte Gesetz in acht Jahren zu diesem Thema, doch die bisherigen Regelungen fielen nicht zuletzt durch die intensive Lobbyarbeit der Unternehmerverbände zu lasch aus und wurden dem Problem nicht gerecht.

Heute sind in den Unternehmen Frankreichs 1,6 Millionen Schüler, Uniabsolventen und jugendliche Arbeitslose als Praktikanten beschäftigt, während es 2006 erst 600 000 waren. Viele Unternehmen haben in den letzten Jahren diese Möglichkeit entdeckt, sich preiswert oder gar kostenlos Zeitarbeitskräfte zu beschaffen. Nur 38 Prozent der heutigen Praktikanten haben einen Vertrag, der ihren Eins...

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