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Journalisten protestieren gegen AfD-Jugend

DJV kritisiert strenge Vorschriften für Journalisten bei Veranstaltung in Köln

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Berlin. Mit strengen Akkreditierungsregeln für eine Veranstaltung am Donnerstagabend in Köln hat die AfD-Jugend scharfe Kritik des Deutsche Journalisten-Verbands (DJV) auf sich gezogen. Die Junge Alternative schreibe den Journalisten vor, wie lang Tonaufnahmen sein dürften, Bildmaterial nach einem festgelegten Zeitrahmen zu löschen und Fotos nur mit Zustimmung der Veranstaltungsteilnehmer zu machen, teilte der DJV mit. Außerdem müssten Journalisten die Akkreditierung deutlich am Körper tragen. Bei Zuwiderhandlungen drohten Vertragsstrafen von 10.000 Euro.

»Das stellt einen klaren Verstoß gegen die Pressefreiheit dar«, erklärte der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken in Berlin. Die Konditionen seien inakzeptabel. Konken forderte die AfD auf, die verfassungsmäßig garantierten Rechte der Journalisten zu akzeptieren. »Nach den Tiraden des AfD-Vorsitzenden Bernd Lucke gegen die Medien auf dem Bundesparteitag steht das Demokratieverständnis dieser Partei in Frage.«

In seiner Rede auf dem Parteitag am vergangenen Wochenende in Erfurt hatte Lucke einem Teil der Medien vorgeworfen, die Alternative für Deutschland verunglimpft zu haben. Dieses Vorgehen sei mit dafür verantwortlich, dass die AfD den Einzug in den Bundestag bei der letzten Wahl nicht geschafft habe.

Die Alternative für Deutschland distanzierte sich in einer Mitteilung von den Vorgaben der Jungen Alternative. »Es gehört zur guten politischen Kultur, Medienvertretern zu jeder parteipolitischen Versammlung ungehinderten und bedingungslosen Zugang zu gewährleisten«, teilte die Partei mit. Das Verhalten der Jungen Alternative sei inakzeptabel. Sie müsse in ihrem eigenen Interesse Journalisten zu öffentlichen Veranstaltungen freien Zutritt gewähren. epd/nd

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