Wohnung in Kreuzberg unter Protest geräumt

Anwohner und Demonstranten wenden sich mit Sitzblockade gegen die von der Polizei durchgesetzte Zwangsräumung

Berlin. Unter dem Protest von Anwohnern und Demonstranten ist am Donnerstag eine Wohnung in Berlin-Kreuzberg geräumt worden. Wie die Polizei mitteilte, kam es am Morgen vor dem Wohnhaus in der Reichenberger Straße zu einer Sitzblockade. »Insgesamt war es aber eine ruhige Angelegenheit. Es wurde niemand verletzt«, erklärte ein Polizeisprecher. Im Internet war dagegen von einem »bizarren und brutalen Polizeieinsatz« die Rede. Auf Fotos war zu sehen, wie Polizisten Protestierende abdrängten und mehere Menschen abführten. Einsatzkräfte gingen unter Pfiffen gegen Demonstranten vor. In einem Video erklärte eine Protestierende, die Polizei sei »total unverhältnismäßig« vorgegangen. Die Mieter mussten ihre Wohnung verlassen, weil der Hausfrieden nach Ansicht des Amtsgerichts Tempelhof-Kreuzberg gestört war. Die Mieter hätten eine andere Mieterin im Haus bedroht, hieß es. Die Demonstranten erklärten dagegen, dass der Vermieter durch die Zwangsräumung andere Mieter im Haus einschüchtern wollte. dpa/nd

Artikel weiterempfehlen und ausdrucken