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Intendanten streiten um Kulturkürzungen

Theater in Sachsen-Anhalt verlieren Zuschüsse in Millionenhöhe

Berlin. Als »beispiellosen Akt der Entsolidarisierung« haben Theaterintendanten aus Dessau, Eisleben und Halle Äußerungen der Generalintendantin des Magdeburger Theaters, Karen Stone, kritisiert. Stone hatte in einem Interview zum Welttheatertag am Donnerstag die geplanten, teils drastischen Kürzungen der Mittel für Theater im Landeshaushalt von Sachsen-Anhalt als »faire Verteilung des Geldes vom Land innerhalb des Landes« bezeichnet. Während das Magdeburger Theater »ungekürzte Zuwendungen« erhalte, müssten die anderen Bühnen mit erheblichen Einbußen rechnen, schreiben die drei Intendanten. »Anstatt die gesamte Theaterlandschaft gemeinsam zu verteidigen und für die Menschen vor Ort zukunftssicher zu machen, wählt Frau Stone einen egoistischen Sonderweg, der sich zwar kurzfristig bei der Politik anbiedert, bei dem aber das Theater in Magdeburg als moralische Anstalt Schaden nimmt«, heißt es in einer Erklärung der drei Intendanten. Stone mache sich »die durchschaubar falsche Argumentation des Ministerpräsidenten Reiner Haseloff (CDU) zu eigen, ... dass dem Land alle Städte gleich lieb und teuer seien«.

Um die Theaterfinanzierung in Sachsen-Anhalt wird seit langem erbittert gestritten. Die Volksinitiative »Kulturland Sachsen-Anhalt retten«, die die Kürzungen verhindern wollte, ist in dieser Woche im Landtag gescheitert. wh

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