Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Berlin soll bei Krebsregister mitmachen

Blankenfelde-Mahlow. Brandenburgs Gesundheitsministerin Anita Tack (LINKE) hat sich für den Aufbau eines zentralen Krebsregisters gemeinsam mit dem Nachbarland Berlin ausgesprochen. Dies wäre ein sinnvoller Schritt, sagte Tack auf einer Versammlung der Landesärztekammer am Sonnabend in Blankenfelde-Mahlow. Brandenburg habe sehr gute Erfahrungen mit dem seit 1994 bestehenden flächendeckenden klinischen Krebsregister. Es erfasse fast vollständig Daten zur Diagnose, Therapie und Nachsorge von Tumorerkrankungen.

Den Onkologischen Schwerpunkten Cottbus, Potsdam, Frankfurt (Oder), Neuruppin und Schwedt sind Nachsorge-Leitstellen angegliedert. Diese führen regionale klinische Krebsregister, mit deren Daten Nachsorge und Langzeitbetreuung der Tumorpatienten unterstützt werden. Laut Tack sollen in einem ersten Schritt diese Regionalregister unter dem Dach der Landesärztekammer zusammengefasst werden.

Außerdem will die Ministerin verstärkt auf den Medizinernachwuchs zugehen. Dabei setzt sie verstärkt auf die Kooperation mit der Berliner Charité. In zwölf Lehrkrankenhäusern zwischen Elbe und Oder können Charité-Studenten ihr Praktisches Jahr absolvieren. »Hierüber wollen wir den Nachwuchs auch über den Studienabschluss hinaus an diese Krankenhäuser binden«, erklärte Tack. In zehn Prozent der Fälle sei dies bereits geglückt. »Diese Quote müssen wir weiter ausbauen.«

Zusätzlich soll die Kassenärztliche Vereinigung verstärkt Mediziner als Angestellte beschäftigen. So könne ihnen das wirtschaftliche Risiko abgenommen werden. Mit diesem Schritt sollen vor allem junge Ärztinnen angesprochen werden. »Und diese bevorzugen das Anstellungsmodell«, sagte Tack. Der medizinische Nachwuchs sei zu 60 Prozent weiblich. dpa/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln