Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Mit Glatze der schönste Mann auf dem Platze

Charly Dörfel war nicht nur der erste »Pop-Star« auf den Bundesligaplätzen - der HSV-Spieler war auch ein begabter Sänger

  • Von Volker Stahl, Hamburg
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Nicht nur in seinen Flanken, die meist auf dem Kopf von Uwe Seeler landeten, war Musik drin: Der ehemalige Linksaußen hat sogar eine eigene Single aufgenommen.

Hamburg. Tatort Volksparkstadion. Der Schiedsrichter pfeift einen Freistoß für die Gäste aus München. Eine krasse Fehlentscheidung. Linksaußen Charly Dörfel reklamiert und wird ermahnt: »Noch ein Wort!, dann ...« Doch der HSV-Star hat sein lockeres Mundwerk nicht im Zaum und poltert weiter. »Ihr Name?«, fragt der Pfeifenmann den verdutzten Dörfel schließlich. Der knurrt »Meier« und wird wegen Schiedsrichterbeleidigung vom Platz gestellt. Als der Dialog tags darauf die Zeitungsspalten füllt, lacht sich Fußballdeutschland wieder einmal schlapp über Charly, den Schelm in kurzen Hosen.

So lustig ging es in der Bundesliga der späten 1960er-Jahre öfter zu - jedenfalls wenn Charly mitspielte. Mit skurrilen Notizen vom Rand des grünen Rasens ließe sich ein ganzer Zettelkasten füllen. Dörfel, der wegen seines Humors nach der Comicfigur mit Nachnamen Brown gerufen wurde, galt nicht nur als der begabteste Linksaußen der Nachkriegsära, so...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.