Kreuzberger Türken als Retter des Berliner Opernetats?

Interkultur zwischen Teilhabe, Orientalismusfalle und Marketinginstrument: Die Komische Oper zog im Symposium »Selam Opera!« eine Bilanz der eigenen Aktivitäten

  • Von Tom Mustroph
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Das neue Schlagwort im Kulturbetrieb heißt »Interkultur«. Geprägt hat es vor allem der Migrationsforscher und ehemalige »Spex«-Redakteur Mark Terkessidis. Er weist seit Jahren auf die mangelnde Teilhabe von Migranten der ersten bis dritten Generation am öffentlich geförderten Kulturbetrieb hin - und fordert Veränderung. Zwei Jahre bevor in Berlin Shermin Langhoff mit dem neuen Gorki postmigrantisches Theater in einem Hochkulturtempel zum Leitmotiv erhoben hat, begann zwei Steinwürfe entfernt die Komische Oper in Berlin bereits mit Versuchen, das eigene Repertoire zumindest der türkischstämmigen Bevölkerung der Stadt aktiv näher zu bringen. Jede Oper kann z.B. in Untertiteln in türkischer Sprache verfolgt werden.

Um zumindest die zahlenmäßig größte Gruppe an Ein- und Zuwanderern und deren Nachkommen ansprechen zu können, richtete die Oper eine Stelle für einen türkischsprachigen Dramaturgen ein. Mustafa Akça hat seitdem einiges...


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