Martin Kröger 05.04.2014 / Berlin

250 Demonstranten wollten Zwangsräumung verhindern

Mit einem Großaufgebot leistete die Polizei einer Gerichtsvollzieherin Amtshilfe, die einen Mieter aus einer Wohnung in Neukölln rausschmiss

Nach einer Zwangsräumung in Neukölln kam es am Freitagmorgen zu einer Spontandemonstration. Nach Rangeleien mit der Polizei wurden mindestens zwei Aktivisten festgenommen.

Der Protest gegen Zwangsräumungen von Mietern in Berlin reißt nicht ab. Am frühen Freitagmorgen versuchten erneut 250 Mietaktivisten, die Räumung eines Mieters durch eine Gerichtsvollzieherin in der Neuköllner Wissmannstraße zu verhindern. Doch ein Großaufgebot von 80 Beamten griff ein, die eine Gerichtsvollzieherin unterstützten, die Räumung der Wohnung in der Wissmannstraße durchzuführen.

»Waldemar wurde geräumt, weil das Jobcenter Sanktionen gegen ihn verhängt hatte und er deswegen verspätet seine Mieten zahlen musste«, erklärte das Bündnis »Zwangsräumungen verhindern« in einer Pressemitteilung. Beim zuständigen Kammergericht hieß es, das Urteil für die Räumung sei nach einer Gerichtsverhandlung ergangen, zu der der betroffene Mieter nicht erschienen sei. Im Anschluss an die Räumung, die unt...

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